360° Employer Branding


 

Es war beim diesjährigen Recruiting Convent 2015 in Bonn, da stand Gero Hesse auf der Bühne und berichtete u.a. über Neuigkeiten rund um Virtual Reality (VR). Ich lauschte damals diesem Vortrag besonders gebannt, denn zu dieser Zeit steckte ich gerade mitten in den Vorbereitungen, VR im Personalmarketing einzusetzen.

Gear VR Innovator Edition for Galaxy S6 & S6 edge

Was ist Virtual Reality?

Virtual Reality verspricht das vollständige Eintauchen in eine andere, virtuelle (also am Computer erzeugte) Realität. In der Praxis heißt das, man bekommt eine Brille mit integriertem Bildschirm vor die Augen und Kopfhörer auf die Ohren. Mit einem Controller in der Hand oder auch nur durch seine eigene Körperbewegung hat man Einfluss auf die Welt um einen herum, manchmal nimmt man aber auch nur passiv das Geschehen um sich herum wahr.

 

Während das Thema in den 90ern schon einmal ganz groß gehandelt wurde, aber komplett floppte, so verspricht die zweite Hype-Welle in diesen Jahren erfolgreicher zu werden. Ausgelöst wurde der neue Hype maßgeblich von Oculus Rift, einer Virtual-Reality-Brille (Head-Mounted Display) der neuesten Generation. Mittlerweile haben unzählige Hersteller namhafter Firmen mit eigenen Produkten nachgezogen. Ein besonders spannendes Konzept präsentierte Google letztes Jahr auf seiner Entwicklerkonferenz mit Cardboard, Virtual Reality im erschwinglichen Eigenbau.

Doch selbst ohne spezielle Brille kann man mit fast jedem Smartphone einen Blick in die virtuelle Realität werfen. Jeder kennt die 360°-Aufnahmen von Google Streetview. Mit Photosphere hat der US-Konzern diese Technologie quasi für jedermann freigegeben. Mit einer spezielle Funktion in der Kamera-App kann jedermann 360°-Aufnahmen erstellen. Das Tolle: diese Panoramas kann ich so betrachten, dass das Smartphone zum virtuellen Fenster wird. Statt über den Bildschirm zu wischen, hält man sein Handy einfach in die Richtung, die man sehen will.

 

Warum ist Virtual Reality fürs Employer Branding interessant?

Es ist eigentlich naheliegend, Bewerber mit dieser Technik in den Arbeitsalltag eines Unternehmens eintauchen zu lassen. Virtual Reality ist eine konsequente Evolution von „normalem“ Foto- und Bildmaterial, das im Employer Branding zum Einsatz kommt. Nur ist hier der Bewerber noch mehr mittendrin als sonst.

Meine Gedanken dazu und was genau wir hier umgesetzt haben, kann man sehr schön im Recruitment Blog oder bei VRODO nachlesen.

Kommen wir also gleich zur technischen Umsetzung.

 

Wie baue ich mir eine virtuelle Realität?

Die gute Nachricht zuerst: Eine 360°-Foto kann heutzutage eigentlich jeder mit einem halbwegs aktuellen Smartphone selbst erzeugen. Oft haben bereits die Standard-Kamera-Apps diese Funktion. Die Vorgehensweise ist denkbar einfach: Man nimmt nach und nach die komplette Umgebung um sich herum auf und das Smartphone setzt die Einzelbilder zusammen.

Photosphere auf dem Galaxy S6
Aus vielen Einzelbildern baut sich das 360°-Panorama zusammen.

Problem: Es dauert relativ lange und wird problematisch, sobald sich Elemente im Bild bewegen. Oft sind auch die Ergebnisse beim Zusammenfügen der Bilder, Stitching genannt, fehlerhaft.

Am Seil rechts kann man schön einen Fehler bei der Zusammensetzung des Bilds sehen.
Am Seil rechts kann man schön einen Fehler bei der Zusammensetzung des Bilds sehen.

Abhilfe schafft eine spezielle Kamera. Bei der Suche danach hatte ich mich schließlich für die RICOH THETA entschieden, seinerzeit so ziemlich das einzige Produkt am Markt.

Diese Kamera verfügt über zwei spezielle Linsen, die die komplette Umgebung erfassen können. Auslöser drücken, Foto machen, 360°-Panorama fertig. So einfach.

Über eine eigene App (die leider nicht auf allen Smartphones arbeiten möchte) lässt sich die Kamera ansteuern. Das ist ganz sinnvoll, wenn man das Teil auf einem Stativ angebracht hat und nicht immer selbst im Bild sein will.

Der wirklich beste Funktion ist jedoch die Möglichkeit, auch Rundum-Videos aufnehmen zu können.

 

Das ist dann gleich noch mal deutlich spannender als ein Foto. In dem Video kann ich wirklich erkunden, was um mich herum passiert und fühle mich noch einmal deutlich mehr „mittendrin“.

 

Wo veröffentliche ich die Inhalte?

Soweit alles total easy. Etwas schwieriger wird es beim Upload. Zuerst einmal muss man sich für eine Plattform entscheiden. Hier gibt es ein paar, aber auch nicht zu viele. Naheliegend sind natürlich Plattformen, die von möglichst vielen Nutzern besucht werden, bzw. die die Inhalte auf möglichst vielen Geräten verfügbar machen.

Seiten wie Facebook haben die Unterstützung für 360°-Videos bereits angekündigt, aber bislang noch nichts davon sehen lassen. So fällt bei vielen aktuell die Wahl auf Google.

360°-Fotos lassen sich bei Google+ und Streetview hochladen. Mit dem Loslösen der Fotofunktion und dem wahrscheinlich bevorstehenden Aus des Netzwerks wird man sehen, wo VR künftig seine Heimat findet bei Google. Google Photos jedenfalls kann noch nicht mit den interaktiven Bildern und Videos umgehen.

Besser sieht es da für Videos aus auf Youtube. Hier lässt man die Videos durch das Tool „360 Video Metadata“ laufen und lädt sie dann wie jedes andere Video hoch.

Youtubevideos lassen sich gewohnt unproblematisch dann auch in die eigene Webseite einbinden. Eine ähnlich einfache Lösung gibt es für Fotos nicht, hier muss man den eigenen Webauftritt mit entsprechenden Plug-Ins ausrüsten.

Insgesamt empfiehlt es sich also, eher auf Bewegtbild zu setzen. Das ist nicht nur deutlich interessanter für Besucher, sondern technisch auch leichter zu veröffentlichen.

 

Gute Nachrichten von der IFA 2015 in Berlin. Das Leben des Recruiters wird noch einfacher.

Ein großes Manko jedoch haben die Videos: Wie man auch bei meinem Beispiel sieht ist es irgendwie recht schlecht aufgelöst, dabei ist HD-Video doch aktiviert. Woran lieht es?

 

Die Antwort ist einfach: Das Video ist HD, löst mit 1080p auf, so wie Filme auf einer Bluray-Disc. Aber diese HD-Auflösung verteilt sich nun mal über die vollen 360°. Und hiervon schaut man sich eben nur immer einen Ausschnitt an.

In meinem Interview mit Jo Diercks habe ich ja noch zuversichtlich orakelt, dass sich dieses Problem mit der nächsten Generation von 360°-Kameras lösen würde. Und wie sich zeigt, lag ich nicht allzu falsch.

Auf der IFA in der Berlin werden dieser Tage die künftigen Techniktrends vorgestellt. Und mit dabei sind einige 360°-Kameras. Ricoh stellte ein Update der Theta-Serie vor und Kodak zeigte mit der Pixpro SP360-4K ein Modell, das 4K-Video aufzeichnet und damit endlich echten HD-Genuss verspricht. Und wer noch etwas länger warten kann, der erhält mit der Nokia Ozo sogar eine Kamera, die neben 360° auch gleich noch 3D beherrscht.

 

Fazit

Virtual Reality im Employer Branding macht Sinn – und wie ich hoffentlich zeigen konnte, ist kein Hexenwerk. Weder Aufwand noch Kosten sollten davor abschrecken, sich diesem Thema zu widmen.

Advertisements

8 Kommentare

  1. The recognition of Appstore games is a blessing to publishers huge and modest:
    Paris-centered Gameloft, as an example, claimed on Thursday that its 2009 revenue demonstrated 11 year-over- progress, having a sharp escalation in net profit.

    Gefällt mir

  2. A lascar da análise das entrevistas realizadas, emergiram as ICs, que foram agrupadas em cinco temas, que serão exemplificados
    por número reduzido de DSCs, conhecimento dos acompanhantes acerca da Lei n. 11.108/2005
    ( Quadro 1 ); nascente de informações sobre a
    possibilidade de ser acompanhante ( Painel 2 ); sentimentos vivenciados no núcleo obstétrico ( Imagem 3 ); percepções sobre a assistência prestada
    à mulher ( Quadro 4 ); e ações de apoio desenvolvidas
    pelo acompanhante ( Quadro 5 ). http://www.fontspace.com/profile/hoffhoff3

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s